Grundzuständiger Messstellenbetreiber

Fragen und Antworten rund um die Themen intelligenter Messstellenbetrieb


FAQ


Eine moderne Messeinrichtung (mMe) ist ein digitaler Stromzähler, der den Energieverbrauch in Echtzeit widerspiegelt. Nutzer haben die Möglichkeit, ihren Energieverbrauch tagesaktuell abzurufen und ihre Verbrauchswerte bis zu 24 Monate in die Vergangenheit einzusehen. Die Werte bleiben, wie bei bisherigen Zählern auch, im Haus. Eine jährliche Ablesung ist weiterhin notwendig. Die moderne Messeinrichtung (mMe) erhalten Sie, wenn Sie in den letzten drei Jahren im Durchschnitt weniger als 6.000 kWh Strom pro Jahr verbraucht haben.

Durch Verzögerung bei der Zulassung intilligenter Messsysteme, werden 2018 moderene Messeinrichtungen (mMe) auch bei einem Verbrauch über 6.000 kWh verbaut.

Nach dem MsbG sind Messstellenbetreiber verpflichtet, sich bei modernen Messeinrichtungen (mMe) und intelligenten Messsystemen an gesetzliche Preisobergrenzen zu halten.

Preise für moderne Messeinrichtung (mMe) für Letztverbraucher oder Anlagenbetreiber Netto 16,81 €/Jahr (Brutto 20,00€/Jahr).

Weitere Preise entnehmen Sie dem folgendem Preisblatt:

Preise für den Messstellenbetrieb von intelligenten Messsystemen (iMS)2017.pdf

Ein intelligentes Messsystem, auch "Smart Meter" genannt, besteht aus zwei Komponenten: Einer modernen Messeinrichtung (mMe) und einem Kommunikations-modul, dem sogenannten "Smart Meter-Gateway". Damit wird der Zähler in ein sicheres Kommunikationsnetz eingebunden, über das er in regelmäßigen Abständen Daten fernübertragen kann. So ist eine jährliche Ablesung nicht mehr notwendig. Das intelligente Messsystem(iMSys) ( erhalten Sie, wenn Sie in den letzten drei Jahren im Durchschnitt mehr als 6.000 kWh Strom verbraucht haben. (Vorraussichtlich ab 2019 verfügbar)

Die EU-Kommission hat im Jahr 2009 mit dem „Dritten Binnenmarktpaket“ festgelegt, dass 80 Prozent der Haushalte bis zum Jahr 2020 ein intelligentes Messsystem (iMSys) bekommen sollen. Ziel war es, durch mehr Transparenz und Flexibilität beim Stromverbrauch, Haushalte beim Energiesparen zu unterstützen und die Energiewende voranzutreiben.

In einigen Mitgliedstaaten, wie Schweden oder Italien, wurden bereits alle Haushalte mit intelligenten Messsystemen (iMSys) ausgestattet.

In Deutschland läuft der Einbau seit dem 1. Januar 2017.

Das Bundeswirtschaftsministerium plant, dass alle Verbraucher nach und nach neue Zähler bekommen. Die Smart Meter-Gateways werden momentan noch vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geprüft und zertifiziert. Erst danach, voraussichtlich 2019, kann der Einbau intelligenter Messsysteme (iMsys) beginnen. Der Einbau moderner Messeinrichtungen (mMe) ist bereits gestartet.

Intelligente Messsysteme erhalten ab 2019:

   - Letztverbraucher mit einem Jahresverbrauch von mehr als 10.000 kWh
   - Stromerzeuger mit Photovoltaik- oder Kraft-Wärme
   - Kopplungsanlagen mit einer Leistung von mehr als 7 kW Intelligente Messsysteme (iMsys) erhalten ab 2020:
   - Letztverbraucher mit einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 kWh

Moderne Messeinrichtungen (mMe) erhalten ab 2018:

  -  Letztverbraucher mit Jahresverbrauch bis maximal 6.000 kWh

Der Wechsel wird, je nach Verbrauchergruppe, in verschiedenen Zeiträumen zwischen 2018 und 2032 durchgeführt. Nicht alle Verbraucher sind also gleichzeitig betroffen. Spätestens drei Monate vor dem Einbau des intelligenten Messsystems (iMSys) oder der modernen Messeinrichtung (mMe) werden Sie von ihrem Messstellenbetreiber über den Austausch informiert. Natürlich kann Ihnen auf Ihren Wunsch hin ein intelligentes Messsystem (iMSys) anstelle der modernen Messeinrichtung (mMe) eingebaut werden. Nehmen Sie hierzu einfach Kontakt mit der Stadtwerke Neuwied GmbH auf. Sie berät Sie dann über alle Vorteile, den Einbau und mögliche Kosten.

Es werden nur Daten übertragen, die für die Erfüllung der energiewirtschaftlich zwingend notwendigen Anwendungsfälle erforderlich sind. Das Smart-Meter-Gateway (SMGW) überträgt die Daten verschlüsselt, wie im MsBG (Messstellenbetriebsgesetz) vorgeschrieben, an berechtigte Marktteilnehmer wie den Verteilnetzbetreiber oder den Lieferanten.

Durch ein Schutzprofil des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gilt für intelligente Messsysteme (iMSys) ein höherer Standard als beim Online-Banking. Der Messstellenbetreiber hält die Software stets auf aktuellem Stand, um die Sicherheit aufrechtzuerhalten. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass eine hundertprozentige Sicherheit bei keinem technischen System gegeben ist. Insbesondere dann, wenn Sie Daten auf Ihren Geräten (z. B. Laptop, Smartphone) auswerten, müssen Sie für die entsprechende Sicherheit dieser Geräte sorgen.

Moderne Messeinrichtungen (mMe) übermitteln keine Daten nach außen und müssen daher nicht besonders geschützt werden.

Der Messstellenbetreiber ist für den einwandfreien Betrieb von Messstellen, allgemein auch Zähler genannt, verantwortlich. Außer bei dem turnusmäßigen Zählerwechsel oder bei der jährlichen Ablesung kamen Kunden bisher nicht mit ihrem Messstellenbetreiber in Kontakt. Nach dem neuen Messstellenbetriebsgesetz haben Sie die Möglichkeit, Ihren Messstellenbetreiber frei zu wählen. Voraussetzung dazu ist, dass dieser den einwandfreien Messstellenbetrieb gemäß dem Messstellenbetriebsgesetz gewährleistet. Wählen Sie keinen anderen Messstellenbetreiber, bleibt Ihr grundzuständiger Messstellenbetreiber weiterhin für Sie zuständig.

Die Berechnung erfolgt wie gewohnt über Ihren Lieferanten, falls Sie mit ihm nichts anderes vereinbart haben.

Falls Ihr Stromliefervertag mit Ihrem Lieferanten keine Abrechnung des Messstellenbetriebs vorsieht, rechnen wir als gMSB den Messstellenbetrieb direkt mit Ihnen ab. Hierzu erhalten Sie von uns eine gesonderte Abrechnung.

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