Wasserversorgung in Bendorf

Bendorfer beziehen ihr Wasser künftig von den SWN. Nach der Übernahme der Stromnetze in den vier südlichen Stadtteilen und Melsbach können die Stadtwerke Neuwied (SWN) einen weiteren großen Erfolg verbuchen: Sie werden die Stadt Bendorf ab 2017 mit Wasser beliefern.

Erfolgreiche Verhandlungen – Herschbach: Beide Seiten gewinnen.

Der Rat der Nachbarstadt gab mit großer Mehrheit grünes Licht für die Vertragsunterzeichnung. Für die SWN bedeutet das mehr Wettbewerbsfähigkeit, aber auch für die Neuwieder Wasserkunden hat das Vorteile.

„Der Vertrag, der in Kürze unterzeichnet wird, beinhaltet die Lieferung von mindestens 500.000 Kubikmetern pro Jahr“, erklärt SWN-Geschäftsführer Stefan Herschbach. Die Laufzeit des Vertrages beträgt 25 Jahre, er verlängert sich um weitere 25 Jahre, wenn der Verlängerung nicht 5 Jahre vor Ablauf von einem der Vertragspartner widersprochen wird. Nach spätestens 18 Vertragsjahren sind beide Vertragspartner verpflichtet, über eine vorzeitige Verlängerung der Vertrages zu verhandeln: „Das dient der gegenseitigen Planungssicherheit.“

Die Verhandlungen mit der Stadt Bendorf bezeichnet Herschbach als „sehr konstruktiv und fair, offen, partnerschaftlich und zielorientiert. Wir haben von Anfang an gesehen, dass der Vertrag für beide Seiten Vorteile hat.“

Wir haben ausreichende Förderreserven im Engerser Feld, der Rohstoff Wasser ist also vorhanden. Wir haben außerdem die notwendige Infrastruktur und das Personal. Unsere Effizienz steigt. Im Klartext: Mit dem Vertrag bleiben die Preise für die Menschen vertretbar und stabil

S. Herschbach, Geschäftsführer SWN

Knapp 900.000 Kubikmeter Wasser benötigt Bendorf jährlich. Gut 340.000 bezieht die Stadt aus Brunnen im Großbach- und im Wenigerbachtal, den Rest werden künftig die SWN liefern. Der Vertrag stärkt nicht nur die wirtschaftliche Basis der SWN, er kommt  auch den Neuwieder Wasserkunden zugute: „Wir haben ausreichende Förderreserven im Engerser Feld, der Rohstoff Wasser ist also vorhanden. Wir haben außerdem die notwendige Infrastruktur und das Personal. Unsere Effizienz steigt. Im Klartext: Mit dem Vertrag bleiben die Preise für die Menschen vertretbar und stabil.“ Bendorf kann sich im Gegenzug umfangreiche und teure Sicherungsmaßnahmen im Wasserschutzgebiet Rheinau sparen, um Risiken durch das angrenzende Tanklager, die rechtsrheinische Bahnlinie und die B 42 abzufangen. Mit der Einstellung der Wassergewinnung in der Rheinau kann die Stadt nun jedoch formlos die Aufhebung des festgesetzten Wasserschutzgebietes beantragen und damit neue Entwicklungsmöglichkeiten für das Gebiet schaffen.


Die Verbindung zum Versorgungsnetz der SWN ist durch die geografische Nähe einfach: Sie wird von Heimbach-Weis bis zur Pumpstation im Ritterweg Bendorf und im weiteren Verlauf bis zu der Straße „An der Kapelle“ verlegt. Die Kosten für die Anbindung tragen die Stadtwerke Bendorf. „Technisch ist das kein Probem“, sagt Herschbach, „das werden wir im Lauf des Jahres abwickeln.“

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