DEG beantragt Insolvenz

Pressemitteilung SWN: Billiger heißt nicht besser: „Deutsche Energie“ beantragt Insolvenz - Kunden sollten mit SWN Kontakt aufnehmen

„Wir sind kein normaler Energielieferant. Wir sind besser.“ So warb vor kurzem noch die „Deutsche Energie GmbH“ (DEG) – und hat jetzt Insolvenz beantragt. Betroffen sind auch Kunden aus Neuwied, die nun automatisch in die Grundversorgung der Stadtwerke Neuwied (SWN) fallen. Sie sollten sich umgehend mit den SWN in Verbindung setzen.

Billiger heißt nicht besser: „Deutsche Energie“ beantragt Insolvenz

Herschbach: Solides Wirtschaften schließt Spekulation aus - Kunden sollten mit SWN Kontakt aufnehmen

 
Neuwied.
„Wir sind kein normaler Energielieferant. Wir sind besser.“ So warb vor kurzem noch die „Deutsche Energie GmbH“ (DEG) – und hat jetzt Insolvenz beantragt. Betroffen sind auch Kunden aus Neuwied, die nun automatisch in die Grundversorgung der Stadt-werke Neuwied (SWN) fallen. Sie sollten sich umgehend mit den SWN in Verbindung setzen.

Erst rüttelten die Pleiten von bekannten Anbietern wie Teldafax oder Flexstrom die Verbraucher auf. Alleine in 2018 kamen die En-Versum, die Energieagenten, die Deutsche Erdgasversorgungs GmbH und Eveen unter die Räder. Nun die DEG.

Selbst Verbraucherzentralen, die lange alleine auf die Preise schauten, mahnen nun, sich die Anbieter genau anzuschauen.

S. Herschbach, Geschäftsführer SWN

SWN-Geschäftsführer Stefan Herschbach wundert das nicht: „Wer als Energieversorger solide wirtschaften will, muss auch mittelfristig sauber planen, um handlungsfähig zu bleiben.“ Die Pleiten zeigten, wohin das sonst führen könne: „Wir sehen zudem, dass auch einige rein online präsente Versorger kränkeln. Da muss man auf jeden Service und jede Beratung verzichten – ganz zu schweigen von irgendeinem Engagement für die Stadt. Selbst Verbraucherzentralen, die lange alleine auf die Preise schauten, mahnen nun, sich die Anbieter genau anzuschauen. Immerhin.“ Denn es sei gefährlich, wenn Versorger durch Spekulationen an der Strom- oder Gasbörse Preise erzielen wollten, die man zuvor im ruinösen Wettbewerb den Kunden versprochen und vertraglich zugesichert habe. Das aber wurde anscheinend der DEG zum Verhängnis: Berichten zufolge wurde sie von den 2018 stark gestiegenen Einkaufspreisen überrascht.

 DEG-Kunden sollten schnell Kontakt zu den SWN aufnehmen. Die DEG schreibt selbst auf ihrer Homepage: „Wir empfehlen unseren Kunden dringend, sich nun um eine anderweitige Versorgung zu bemühen.“ Denn bei einer Insolvenz springt automatisch der Grundversorger ein. Das sind in Neuwied und Melsbach die SWN. Stefanie Michaelis, Bereichsleiterin Vertrieb bei den SWN, betont: „Statt der Grundversorgung sollte man sich von uns ein individuelles Angebot einholen.“ Sie weist zudem darauf hin, dass dies auch für Kunden in den Netzgebieten gilt, die seinerzeit von der Süwag übernommen wurden: „Seit dem Jahreswechsel sind wir auch offiziell für Engers, Heimbach-Weis, Gladbach, Block sowie Melsbach zuständig.“
Bei Insolvenzen anderer Energieversorger sind nicht nur deren Kunden, sondern auch die SWN betroffen. Im Fall der DEG gibt es einige Dutzend Kunden im Netzgebiet der SWN. Das klingt nicht nach viel, es sind aber Gewerbekunden, der Schaden ist also größer als bei Haushalten mit einem durchschnittlichen Verbrauch. Sie und die Kunden müssen offene Forderungen bei der DEG einfordern. Herschbach macht sich keine Illusionen: „Wir werden auf den geschuldeten Netzkosten sitzenbleiben und die Kunden müssen geleistete Vorauszahlungen abschreiben.“ Ärgerlich sei das: „Damit werden wir als gesundes Unternehmen bestraft. Den Kunden kann ich nur sagen: Billiger ist nicht automatisch besser. Die DEG beweist dasgerade.“

Um Ihnen einen optimalen Service anbieten zu können, verwenden wir auf unserer Webseite Cookies. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.
OK